Thüringer Rassetaubenclub e.V.
Thüringer Rassetaubenclub e.V.

Termine

VDT-Termin

 

67. VDT-Schau in Kassel 25. - 27.01.2019

68. VDT-Schau in Leipzig 06.- 08.12.2019

 

Versammlungstermine für das 2. Halbjahr 2018

 

Freitag, den 06.07.2018

Referent: Holger Kaps  -  Durch Kreuzung zum Erfolg (Teil2)

 

Freitag, den 10.08.2018

Referent: Gerald Weißenborn  - Persische Roller 

 

Freitag, den 14.09.2018

Referent: Klaus Roth  -   Englische Short Faced Tümmler

 

Freitag, den 12.10.2018

Referent: Wolfgang Meier - Deutsche Schautippler     Vortrag fällt  aus 

 

Freitag, den 09.11.2018

Referent: Andreas Reuter   -  Luchstauben

 

Freitag, den 14.12.2018

Referent: Gerald Wudi   -  Strassertauben

 

 

Beginn ist jeweils 20:00 Uhr in unserer Versammlungsgaststätte "Roter Hirsch" in Thörey

 

 

 

Vortrag über Schmalkalder Mohrenköpfe

Zuchtfreund Klaus Reich stellte in der Montasversammlung Januar 2016 die Schmalkalder Mohrenköpfe vor. Zunächst ging er auf die Herkunft der Rasse ein, welche ihre Wiege in Thüringen und im südlichen Sachsen haben soll. Früher zur Gruppe der Farbentauben gehörend, werden die Schmalkalder seit ca. 30 Jahren den Strukturtauben zugerechnet. Einen großen Einbruch erlitt die Rasse durch die zwei unseglichen Weltkriege im vorigen Jahrhundert, welche die Rasse an der Rand des Aussterbens brachte. In den letzten 30 - 40 Jahren erreichte die Rasse einen großen Aufschwung. Heute können die Züchter Tiere von höchster Qualität auf den Ausstellungen vorzeigen. Große Verdienste bei der Festigung der Rassemerkmale hat sich unser Clubmitglied Helmut Büchner aus Ichtershausen erworben.

Zuchtfreund Reich, der schon oft die Rasse als Preisrichter zu bewerten hatte, beschreibt nun die Rasssemerkmale anhand den von ihm mitgebrachten Tieren. Es stehen Tiere in allen vier anerkannten Farbenschlägen in schwarz, rot, gelb und blau zur Verfügung. Diese stammen alle aus der Zucht von unserem Clubmitglied Manfred Haß aus Trusetal.

Der Referent erklärt zunächst die Strukturmerkmale Kette, Hut, Mähne und Scheitelung. Diese soll schräg verlaufen. Bei einer dem Ideal nahekommenden Struktur sind die Tiere reich befiedert und mit der nötigen Federlänge ausgestattet. Durch die "lange Feder" erscheinen die Tiere in ihrer Körperform etwas lang. Die Federn von Hut, Kette und Mähne sollen straff und dicht sein. Als nächstes beschreibt Zuchtfreund Reich die Fußbefiederung. Die Latschen sollen gut überbaut und seitlich abgerundet sein, zudem nach hinten zu den Geierfedern geschlossen. Diese Merkmale können an den vorgestellten Tauben demonstriert werden.

Klaus Reich ging nun auf die Farbenschläge der Schmalkalder Mohrenköpfe ein. In den letzten Jahren konnten die drei Farbenschläge rot, gelb und blau im Vergleich zu den traditionellen Schwarzen in ihrer Qualität deutlich verbessert werden. Die Schwanzfarbe könnte bei einigen gezeigten Tieren in Rot und Blau noch intensiver sein. Beim schwarzen Farbenschlag wird der "Blaustich" bestraft. Es werden nun die Augenfarbe und der Augenrand beschrieben. Der Rand wird schmal und gut abgdeckt verlangt. Als nächtes wurde die Schnabelfarbe der einzelnen Farbenschläge und die Körperform anhand der mitgebrachten Tiere angesprochen..

Der Referent betont aus tierschutzrechtlichen Gründen die Notwendigkeit der seitlichen Sichtfreiheit dieser Tauben. Im folgenden werden die Zeichnungsmerkmale vorgestellt. Bei diesen Tauben ist der Ausstellungserfolg nur durch gekonntes Putzen zu erreichen.

Heute werden Schmalkalder Mohrenköpfe fast ausschließlich in Volieren gehalten. Einige Versammlungsmitglieder diskutieren anschließend über die Besonderheit der Haltung und Pflege dieser Rasse. Helmut Büchner kann aus seiner längjährigen Erfahrung als erfolgreicher Züchter dieser Rasse berichten, dass sich Schmalkader Mohrenköpfe nur schwer mit anderen Rassetauben verpaaren lassen.

Schlussendlich wird Klaus Reich für den Besuch der HSS der Schmalkalder Mohrenköpfe am 09. und 10.01.2016 in Trusetal.

Vortrag über Zuchtvorbereitung bei Rassetauben

 

 

Ein sehr interessanten Vortrag über die Zuchtvorbereitung hielt Zfrd. Jens Römer. Er verwies uns auf eine strenge Selektion der Zuchttiere, denn nur damit ist eine hohe Vitalität möglich. Insbesondere die Funktionalität der Zuchtanlage mit ausreichender Belüftung und sehr guten Lichtverhältnissen ist eine Grundvoraussetzung. Ein hochwertiges Futter mit ausreichender Vitamin - und Mineralienversorgung sind wichtige Komponenten für gesunde Zuchttiere. Die Behandlung gegen Endo - und Ektoparasiten sowie die ensprechenden Impfungen sind sehr zu empfehlen. Ein weiterer Einflussfaktor für gute Zuchtergebnisse liegt in der Kondition unserer Zuchttiere. Sie sollen fit aber nicht fett sein. Zfrd. Römer stellte uns noch einige Produkte aus dem Hause Röhnfried vor, die sich positiv auf Zucht und Haltung auswirken.

Vortrag über Altorientalische Mövchen

Zuchtfreund Stefan Haftendorn referierte in der Motansversammlung im März 2016 über Anatolische Mövchen. Zunächst ging er auf die historische Entwicklung dieser Rasse ein. Im 14. Jahrhundert sollen Familienmitglieder der herrschenden Klasse, der Osmanen, in Anatolien und Kleinasien diese Rasse erzüchtet haben. Ein Zentrum war die Stadt Manisa. Nur privillegierte Fürstenfamilien durften solche Tauben halten.

Zuerst entstanden Satinetten. Ca. 500 Jahre später, als die Taubenzucht in weiten Teilen der Gesellschaft verwurzelt war, wurden auch die Blondinetten gezüchtet. Anfang des 19. Jahrhunderts gelangten solche Tauben auf dem Seeweg nach Amerika und Europa. Aber auch über den Balkan verbreitete sich die Rasse nach Europa. Hier wurde die Rasse weitergezüchtet und es entstand in nur 30 Jahren ein neuer Typ Mövchen, die Orientalischen Mövchen. Dies waren deutlich größere Tiere mit extrem kurzem Schnabel, sodass die Aufzucht der Jungtauben Ammentauben überlassen werden musste. In Ungarn hielten sich noch Tiere des "alten Typs". In den USA werden die Altorientalischen Mövchen seit 2003 im "National Classic Old Frill"-Club gezüchtet und gezeigt. Die Altorientalen wurden zur VDT-Schau in Nürnberg 2006 erstmals in Deutschland vorgesetellt und 2009 anerkannt. Hier bemühten sich die Zuchtfreunde Rainer Dammers und Andreas Boisits besonders um diese Rasse.

Diese Tiere mit knapp mittellangem Schnabel ziehen ihre Tiere sehr gut selbst groß. Vermutlich führte auch dies in den folgenden Jahren zu einem regelrechten Boom der Rasse in Deutschland. 2012 wurde der Sonderverein in Deutschland gegründet.

Der Referent stellte uns nun die einzelnen Farbenschläge der Satinetten mit Spiegelschwanz und mit gesäumten Schwanz anhand von vielen mitgebrachten Bildern vor. Zunächst beschrieb er den Typ dieser Tauben als klein und puppig. Die Form soll ein hohes Rechteck mit den Augen über den Zehen erinnern. Die Schnabellinie soll unter dem Auge verlaufen. Stefan Haftendorn besprach anschließend die Besonderheiten bei der Bewertung der Altorientalen. dabei zeigte er der Versammlung die Feinheiten an Bildern. Angestrebt wird ein leicht gezogener Kopf mit erkennbarem Schnabel-Stirn-Winkel und deutlicher Wamme. Die Spitzkappe soll möglichst hoch sitzen, aber mindestenz die Scheitelhöhe erreichen. Der Kamm ist ohne Kimme. 5 bsi 12 Schwingen können weiß sein, wobei höchstens 2 weiße Schwingen zwischen rechtem und linken Flügel Unterschied bestehen dürfen. Bei den Spiegelschwänzigen muss der Spiegel durchgehen, er darf nicht auslaufen. Die weißen Binden sollte, außer bei den Roten und Gelben, einen von außen sichtbaren Saum zeigen. Die Schuppung soll oval, wie bei Luchstauben, sein. Die Schildfarbe wird gleichmäßig angestrebt. Bei der Bewertung der Augenränder sollte mit Fingerspitzengefühl rangegangen werden. Am Kopf sind Kniff und Druck nicht erwünscht. Das Jabot soll gut entwickelt sein und eine Schmetterlingsform haben. Klappenfedern spielen zur Zeit keine Rolle.

Zuchtfreund Haftendorn berichtete, dass Jungtiere noch deutlich nachfärben und noch keinen Spiegel zeigen. Er mahnte an, das auch bei dieser Rasse zur Ausstellung der Schnabel zu putzen ist. Im Jahr 2015 wurden bei den Altorientalischen Mövchen auch die Blondinetten anerkannt.  

Jahreshauptversammlung im April 2016

...mit Vergabe von Preisen und Ehrungen.

Hier finden sie uns

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Untergasse 35
99947 Wiegleben

Telefon: +49 3603 848533

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